Forschung mit traditionellem Rohstoff für zukunftsweisende Bauwerke

Die Zimmerei Floss Holzbau sowie die Hochschule Trier haben an der Umsetzung eines Tragwerksystems aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz geforscht. In einem vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Forschungsprojekt mit dem Titel „Entwicklung eines Rundholz-Tragwerksystems (RTS)  aus geschältem Rundholz mit Verbindungsknoten aus Sonderbeton zur Herstellung von Fachwerkbrücken in Holz- Beton-Verbundbauweise“ wurde ein innovatives System entwickelt und als Brückenwerk am Standort Schönecken umgesetzt.

Natürlich getrocknetes Rundholz (Douglasie) dient als Ausgangsmaterial neuartiger Systementwicklungen im Hochbau und Ingenieurholzbau. Mit diesem leistungsfähigen und äußerst energieeffizienten Rohstoff (schnellwüchsig mit guten mechanischen Werten und geradem Wuchs) können sowohl flächenhafte Bauteile, als auch Stabtragwerke konzipiert werden.

Das Holzbauunternehmen Floss in Schönecken verwendet Douglasien-Rundstämme, die direkt bei den Forstbetrieben der Eifel erworben, und im eigenen Unternehmen zu zylindrischen Querschnitten mit bis zu 20 cm Durchmesser und 13 m Stammlänge verarbeitet werden.

Der Brücken-Entwurf zeigt einen unteren Druckbogen aus Douglasienrundholz, an den Druckdiagonalen angeschlossen sind. Diese tragen das Brückendeck. Die Komplexität des Anschlusses von Rund auf Rund wird von dem entwickelten Formteil aus Polymerbeton aufgefangen. Hier sind alle Rundhölzer in Stabachse rechtwinklig angeschlossen, somit ist ein optimierter Kraftverlauf möglich und ein schwieriger Abbund des Rundholzes vermieden.